Christina Kallas: Kreatives Drehbuchschreiben

 

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Um Regeln zu brechen, muss man diese kennen. Aber was wäre, wenn der Beste Weg, um die Regeln kennenzulernen, der wäre, eben diese zu brechen? Mit dieser Frage beginnt das Buch Kreatives Drehbuchschreiben von Christina Kallas.

In dem Buch wird eine neue Strukturtheorie vorgestellt und mit Hilfe dieser Theorie können auch nicht-plot-orientierte Drehbücher analysiert werden. Kallas hat eine Methode entwickelt, um die Phantasie, die künstlerische Sensibilität zu wecken und Ideen zu aktivieren. Im Buch wird das Europäische Filmindustrie mit dem Amerikanischen verglichen und noch gibt es dort viele Theorien über das Schreiben (Aristoteles, Vladimir Propp, ….).

Am Anfang dachte ich nach dem Buch, dass dort etwas fehlte. Aber dann habe ich verstanden, dass als ich das Buch nur gelesen hatte, so könnte ich nicht erwarten, dass etwas verändert sich in meinem Screiben. Dort gibt es Übungen in dem Buch und mit diesen ist es möglich spielen zu lernen indem man spielerisch schreibt. Einige von diesen könnten auch im Sprachunterricht gebraucht werden …

Die Regeln sind eigentlich nicht so wichtig wenn etwas neues geschaffen wird, aber mit deren Hilfe kann man das fertig Drechbuch durhsuchen um zu sehen ob alles ok. ist. Und normalerweise ist es nicht, oder so scheint es mir…

Schon bevor habe ich Bücher von Linda Seger gelesen. „Making a Good Script Great“ ist meiner Favorit. Seger ist in diesem Buch genannt, weil sie die Lehrerin der Kallas war und daneben auch Filmtheoretikerin ist und als Script Consultant arbeitet. Über diesen Buch hat sie geschrieben:“… ein wichtiger Beitrag für jeden, der … mit mehr emotionaler Tiefe schreiben will.“

Das Buch ist aktuell für mich jetzt, weil im August werde ich mit einer Schreibkurse von 2 Jahren beginnen. Dort schreibe ich natürlich auf Finnish und der Unterricht besteht aus Wochenendeseminaren und Montagabendsitzunden – es passt für arbeitende. Ich screibe einen Roman, oder eigentlich zwei, aber finde dieses Buch nützlich für mich trotzdem. Wie könnte ich wissen, dass ich regelmäβig neue Ideen bekomme seit nächsten zwei Jahren? Ich kann es nicht, aber ich sollte – der Kurs dauert 2 Jahren. Ich habe eine Idee für einen Roman (sagen wir 3) und ich habe 100 Seiten schon geschrieben. Viel mehr ist zu Tun. Und das macht mich glücklich.

Im Buch habe ich den Begriff „Verseminalisierung“ gelernt, aber dort gibt es auch etwas gutes, wenn man lernen will …

Kallas hat an der Deutschen Film-und Fernsehakademie Berlin gearbeitet und dort entdeckt, dass die Ausbildung unterstützt nicht die Kreativität – es sollte, aber so ist es nicht. Deswegen hat sie ihren Studenten so behandelt, as ob sie Screibblockaden hätten und damit ist ihr Metode entstanden.

Welche Schreibtechniken waren denn so nützlich für mich?

  • Die Technik der Konditionalfrage: eine neue Geschichte kann auf der Basis einer Konditionalfrage geschrieben werden.
  • Die Technik des absichtlichen Fehlers: man erzählt eine Geschichte, aber macht absichtlich ein Fehler. Die Ausgangsstoff kann ein Märchen oder einen Mythos sein. (Das wird im Text nur kurz erwähnt, Seite 159).
  • Die Arbeit mit dem Schatten: Jeder Figur hat eine dunkle und eine helle, das heiβt eine gute und eine schlechte Seite.

Die Techniken sind nicht so wichtig wie das Schreiben selbst. Wie Kallas es selbst schreibt am ende ihres Buches: … immer den Zauber zu bewahren.

Christina Kallas: Kreatives Drehbuchschreiben, 2., überarbeitete Auflage. UVK. 2012.

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