Damon Young: Warum Jane Austen ohne Flieder nicht leben konnte

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Im Buch gibt es viele fantastische Schriftsteller, alle allein in ihren Gärten. Austen, Proust, Woolf, Colette – alle diese Schreibenden haben besondere Verhältnis zum Garten und es gibt einen beständigen Austausch zwischen ihren Büchern und ihren Gärten, aber keine zwischenmenschliche Diskussion, so habe ich wenigstens am Anfang gedacht.

 

Am Ende habe ich doch verstanden, dass ich in der Mitte einer Diskussion bin.

 

Im Buch „Warum Jane Austen ohne Flieder nicht leben konnte“ sind viele neue interessante Gesichtspunkte anwesend. Als ich das Buch gelesen habe, habe ich eine Diskussion mit allen diesen Schriftstellern durchgeführt.

 

Die Idee von einer Wechselbeziehung zwischen Natur und Mensch ist einfach brillant. Und jetzt verstehe jetzt, dass wenn es dort eine Aprikose an einem der Bäume entdeckt worden ist, ist darüber zu erzählen mehr als ein banaler Austausch von Trivialitäten. In Garten konnte Austen Popes perfektem Kosmos begegnen.

 

Ich komme aus Finnland und in diesem Land konnte das Buch nicht mit diesem Titel erscheinen. Jane Austen ist hier einfach als oberflächlich gesehen. Aber dort gibt es so viele Schriftsteller in diesem Buch! Ach ja, dann konnte man etwas Neues erfinden.

 

Für Leonard Woolf der Garten steht für einen Ort der Traurigkeit, der Entfremdung und des Weltschmerzes. Für Rousseau im Exil stellten die Pflanzen einen Urlaub von den Wettkämpfen dar, ein Heilmittel gegen die Last der Gesellschaft und die Bürde seiner eigenen Personalität.

 

Warum plante der kranke Orwell die Beete, Salatköpfe, Rhabarber und Rettich?

 

Wie kann es sein, dass seine Bonsaibäume „elende und hässliche“ seien, wenn sie dann auch ein typischer Kunstgriff von ihm sind, wesentlich für seine Vision des Lebens und der Kunst?

 

Das Buch bietet eine Möglichkeit an, die Wichtigkeit von winzigen Dingen zu verstehen. Große Erinnerungen und Fantasien können aus sie entfalten.

 

Auch für Deutsch-als-Fremdsprache-Lernende ist das Buch gut verständlich. Doch gibt es dort umfassender Wortschatz, aber Sätze sind nicht zu komplex und dort gibt es Wiederholung mit einer ausgeglichen Eindruck. Und das Buch funktioniert auch als Ausmalbuch mit groβartigen Ideen!

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Damon Young: Warum Jane Austen ohne Flieder nicht leben konnte. Vom Philosophieren in Garten. Btb 2019.

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